CBD fördert Heilung bei Brandwunden

Verbrennungen bzw. Verbrühungen passieren schnell. Ob heiße Herdplatte oder kochendes Wasser – oft reicht ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit und schon hat man sich verbrannt. Was tun in einem solchen Fall? Die Antwort darauf hängt vor allem vom Ausmaß der Verletzung ab.

Was passiert mit der Haut bei Verbrennungen?

Die äußerste Schicht (die Epidermis) schützt die Haut vor dem Eindringen von Fremdkörpern und Einzellern und verhindert deren Austrocknen. Bei leichten Verbrennungen ist sie meist diejenige, die geschädigt ist. Darunter liegt die Lederhaut (Dermis), in der sich auch Immunzellen, Blutgefäße, Muskeln und Nerven befinden. Es folgt nach unten die Unterhaut (Subkutis) mit Fettgewebe, größeren Blutgefäßen und Nerven.

Die Hitze von Verbrennungen lässt das Zelleiweiß der Hautzellen gerinnen (denaturieren). Daran sterben die Zellen und das benachbarte Gewebe. Es werden Entzündungs- und Stressstoffe freigesetzt, die die Blutgefäßwände erweitern, sodass Flüssigkeit in das Gewebe eindringt. Diese Blasen oder auch Ödeme unterbinden die Versorgung des Gewebes mit Sauerstoff. Es kommt zu weiterem Zelltod.

CBD LINDERT VERBRENNUNGEN

Interessanterweise geht das Schmerzempfinden umso mehr verloren, desto tiefer die Verbrennung reicht. Das liegt daran, dass mit der Verbrennung Nervenenden abgetötet werden.

Wissenschaftler haben im Verlauf der letzten Jahre etwas sehr Spannendes herausgefunden: Die Haut und die Hautanhängsel (wie Haarwurzeln und Drüsen) steuern neurologische (Nerven-), immunologische (Abwehr-) und endokrine (Hormon-) Prozesse. Sie ist also ein eigenständiges, aktives Organ. Dazu kommt, dass sie Teil des körpereigenen Endocannabinoidsystems (ECS / Teil des Nervensystems) ist, das durch innere oder von außen zugegebene Cannabinoide beeinflusst werden kann.

CBD kann damit Verbrennungen unterschiedlicher Art und Schweregrade behandeln. Es beschleunigt deutlich den Heilungsprozess und beugt ungünstigen Komplikationen vor. Durch die antioxidative Kraft von CBD ist das Risiko langfristiger Schäden verringert. Insbesondere bei häufigem Sonnenbrand besteht sonst die Gefahr, dass die Haut vorzeitig altert und sich Hautkrebs ausbildet.


Cannabinoide und Wundheilung

THC und CBD in Cannabis interagieren mit dem ECS. Über dieses System können die Stoffe die Wundheilung beeinflussen. Das zeigte ein Versuch an Mäusen, denen künstlich Schnittwunden zugefügt wurden. Hier konnten die Forscher im Bereich der Verletzung an den Immunzellen (Mononukleare Zellen) und Bindegewebszellen (Fibroblasten) CB1-Rezeptoren nachweisen. Diese Zellarten sind an einer Entzündungsreaktion und der Wundheilung beteiligt. An die CB1-Rezeptoren bindet vorwiegend THC, aber auch in geringerem Maße CBD. Darüber hinaus spenden THC und CBD auch Terpene, die sich als positiv bei der Behandlung von Verbrennungen und Infektionen erwiesen haben. Insbesondere das Linalool hat einen für Brandwunden sehr wohltuenden kühlenden und schmerzstillenden Effekt.

Die CB-Rezeptoren in der Haut

In den ersten beiden Hautschichten des Menschen lassen sich CB1- und CB2-Rezeptoren und sogenannte Endocannabinoide nachweisen, die ein körpereigenes Abbild der Cannabinoide THC und CBD sind. Kommt es zu einer Verletzung, die beispielsweise Entzündungen auslösen kann, steigt die Konzentration bestimmter Endocannbinoide in der Haut an. Forscher konnten dazu folgendes zeigen: Werden die Endocannabinoidabbauenden Enzyme gehemmt, dann steigt die schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung an. In unserem Körper werden die Endocannabinoide nach Bindung an ihre Rezeptoren abgebaut. Von außen verabreichtes CBD erhöht die Konzentration der Cannabinoide an den Rezeptoren bzw. hindert die Enzyme an deren Abbau. So übt CBD einen Verstärkereffekt aus, der die natürlichen Wundheilungsmechanismen beschleunigt.